Mein besonderer Ansatz

Grundlegend für mich ist es, jedes einzelne Individuum als ein komplexes System zu betrachten: Körper, Geist, Seele und Emotion stehen in permanenter Kommunikation miteinander und beeinflussen sich gegenseitig.

Denken und Reden stehen oft im Vordergrund, wenn es um die Auseinandersetzung mit der Psyche geht. Oder woran denken Sie, wenn Sie sich eine Beratungs- oder Therapie-Stunde vorstellen? Das Wahrnehmen körperlicher Empfindungen, das Spüren der eigenen Gefühle spielen da scheinbar nur eine Nebenrolle – dabei sollte es aber doch genau um das gehen.

Ich habe über die Jahre, in denen ich mit vielen Menschen in Krisen oder herausfordernden Lebenssituationen gearbeitet habe, feststellen können, wie entscheidend das Zusammenspiel aller Bereiche eines individuellen Systems für das eigene Wohlbefinden ist. Natürlich wird auch in meinen Beratungen viel geredet. Das „Gespür“ ist mir dabei aber genauso wichtig.

Wer weint, kann traurig sein – aber auch überglücklich. Wer um sich schlägt, ist wütend – oder zutiefst gekränkt. Der körperliche Ausdruck sagt wenig, oft verstehen wir ihn ja selbst nicht. Manchmal fehlen uns auch die Worte, um ein Gefühl zu benennen – oder wir genieren uns dafür. Kurz: Das eine ist ohne das andere schwer einzuordnen.

Es braucht immer wieder Umwege, um sich selbst wieder spüren zu lernen und letztendlich eine Ausdrucksform für die eigenen Gefühle zu finden, die vom Umfeld verstanden werden kann. Umwege klingen natürlich im ersten Moment wenig verlockend. Die gute Nachricht ist, dass diese Umwege in der Regel auch eine Menge Freude und unerwartete Einsichten bringen, wenn man sie mit Humor und offenem Herzen geht. Kreativität ist ja auch nichts anderes als ein einziger Umweg: Wer kreativ ist, verlässt sichere, ausgetretene Trampelpfade und folgt eigenen Ideen.

Kreative Methoden und Techniken, die eine ganzheitliche Erfahrung fördern, spielen in meinen Beratungen daher auch eine entscheidende Rolle: Im kreativen Prozess fällt es viel leichter, sich aus dem Altvertrauten herauszubewegen und sich selbst und das eigene Wirken ein bisschen anders zu betrachten. Es passiert fast automatisch und ohne Anstrengung.