Gegen das Lampenfieber

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Ich habe mich in den letzten Wochen über mich selbst gewundert. Ich bin kurz davor, mein eigenes Unternehmen zu starten. Es ist fast alles bereit. Jetzt wäre es an der Zeit, mich selbst zu vermarkten.

Und was mache ich? – Nichts!

Also, ich denke viel. Ich entwerfe viel. Aber der Outcome war in den vergangenen Wochen bei Null. Denn jedes Mal, wenn eine Idee präsentabel war, scheute ich zurück, malte mir aus, wie mich selbst meine Freunde auslachen würden, malte mir aus, dass jetzt auffliegen würde, wie unprofessionell ich eigentlich bin. Ich versuchte, jedes Design, jeden Text bis zur Perfektion zu verbessern – und machte eben: Nichts!

Was unterm Strich der Worst Case war.

Dieser Blog-Eintrag ist nun mein erster Schritt raus aus dem Lampenfieber. Demselben Lampenfieber, das mich davon abhält, mich als Sängerin zu präsentieren und das mich beinahe ohnmächtig werden lässt, wenn mich trotzdem jemand nachdrücklich auf eine Bühne stellt.

Es sind im Rückblick aber genau diese unfassbaren Momente, in denen ich den sicheren Bereich verlassen und meine antizipierten Grenzen überschritten habe, die mir jetzt sagen: Go for it! Und zwar nicht „obwohl“, sondern WEIL meine Auftritte damals dem Großteil des Publikums fürchterlich vorkamen. Ich lebe nämlich trotzdem noch.

Diese ganze Geschichte hier ist ein Versuch. Und zu diesem Versuch gehört es, dass ich diesen Blog-Eintrag jetzt einfach veröffentliche. Weil: F*** off!

Ich kann übrigens jedem nur empfehlen, sich ein paar Podcasts mit Alain de Botton anzuhören – der erklärt das mit dem „F*** off“ wirklich schlüssig.

Image by: MMB