Kompetenzorientierung & Selbstwertarbeit

Ich war lange Zeit als Berufs- und Sozialpädagogin in der beruflichen Rehabilitation tätig. Eine meiner wichtigsten Aufgaben dabei war es, Menschen dabei zu begleiten, sich trotz körperlicher und/oder mentaler Einschränkungen bzw. Belastungen wieder fit für den Arbeitsmarkt zu fühlen – und so auch wieder aktiv an unserer Gesellschaft teilzunehmen. Es ging dabei weniger darum, die Einschränkungen zu reduzieren, sondern vor allem darum, den Fokus dorthin zu lenken, was (noch) geht. Wenn sich Menschen als kompetent und wirksam erleben, stärkt das den Selbstwert und führt so langfristig zu mehr Zufriedenheit.

Woran wir gemeinsam arbeiten:
Akzeptanz – Für mich der erste große Schritt zu einem erfüllteren Leben. Das Leugnen von bestimmten Einschränkungen oder auch Persönlichkeitsstilen führt meiner Erfahrung nach dazu, dass diese richtig groß und hemmend werden – weil man so viel Energie in die Kompensation der Defizite stecken muss. Das Schöne ist aber ja, dass wir nicht alle gleich sind – und wer eine Sache nicht (mehr) kann, kann dafür etwas anderes gut. Bestimmt.

Wertschätzung für sich selbst – Die wenigsten würden mit ihrer besten Freundin/ihrem besten Freund oder ihren Kindern so sprechen, wie sie mit sich selbst reden. Der wertschätzende Umgang mit sich selbst, die Art und Weise, wie wir über uns selbst denken und wie wir mit uns selbst sprechen, kann Wunder bewirken und dazu führen, dass wir wesentlich entspannter und freudvoller durchs Leben gehen. Und das kann man üben.

Neue Wege sehen – Wir hängen oft an der Vergangenheit bzw. setzen wir uns auch unrealistische Ziele, die dann so übergroß sind, dass wir sie gar nicht wirklich ernst nehmen. Neue Wege muss man erst einmal denken, um sie überhaupt entstehen zu lassen. Sie in Worte zu fassen, kostet oft einiges an Überwindung. Dabei stehe ich Ihnen gern zur Seite. Es gibt in der systemischen Arbeit sehr viele Methoden, die Ihnen dabei helfen, neue Wege zu visualisieren bzw. zu spüren. Da ist sicher das Richtige für Sie dabei.

Konkrete Pläne entwickeln – Jede Bergwanderung (egal ob auf den Anninger oder auf den Mount Everest) beginnt mit dem ersten Schritt. Die konkrete Planung dieser Schritte kann man üben. Die Wahrnehmung der gesetzten Schritte auch.

Ängste überwinden – Angst ist ein lebenswichtiges Gefühl, kann allerdings auch zu einem der hemmendsten Faktoren werden, wenn wir unser Leben etwas anders gestalten wollen und gewohnte Wege verlassen möchten. Ich habe sehr gute Erfahrung mit körperbetonter Arbeit gemacht, wenn es um das Überwinden von lähmenden Ängsten geht. Wenn uns die Angst die Luft abschnürt, ist das beste Gegenmittel nun einmal, den Körper wieder zum Atmen und damit auch in den Flow zu bringen.

Ressourcen entdecken – Wir bringen selbst viel mit – und wir haben außerdem auch ein Umfeld, das uns unterstützen kann. Sich bewusst zu machen, was einen alles trägt und stützt, kann nicht nur beruhigen, sondern auch beflügeln.

Feedback nutzen – Feedback von anderen ist ungemein wertvoll. Wir können gemeinsam daran arbeiten, Feedback systematisch und aktiv einzuholen und dann auch konstruktiv zu nutzen. So wird aus Kritik, die wir oft fürchten oder zumindest als nutzlos abtun, eine wertvolle Ressource, mit der uns unser Umfeld auch seine Wertschätzung ausdrückt.